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Seit wann in Europa?

Das Auferstehen der Mammutbäume in Europa

Der Berg- oder Riesenmammutbaum, auch Kalifornisches Rotholz genannt,  (Sequoiadendron giganteum) wurde in Amerika erst im Jahr 1852 „wiederentdeckt“.

Benannt wurde der Baum: Sequoiadendron (wie auch die beiden anderen Sorten) nach einem Cherokee-Indianer-Häuptling mit Namen „Sequoiah“ (dem Entwickler des ersten Indianer-Alphabetes).

Der englische Pflanzensammler William Lobb übergab Samen des Baumes an den Botaniker John Lindley, der die Spezies bestimmte. So war das üblich. Gleich der Suche nach unentdecktem Land (Columbus etc.) waren „plant-hunters“ = Pflanzenjäger, damals, wie auch heute auf der Suche nach nicht bekannten Arten.

Auf den Schiffen der Entdecker und Handlungsreisenden befand sich oftmals ein Wissenschaftler, der Land, Tiere und Pflanzen dokumentierte und Muster mit nach Hause nahm. So kamen die ersten exotischen Bäume in die Gärten der Herrschaftshäuser.

1853 wurden von William Lobb und dem Schotten J. Matthew erstmals größere Samenmengen nach Europa verschickt.

Es war nicht einfach, an so eine Pflanze heranzukommen. Nur mit Beziehungen und natürlich mit Geld konnte man erreichen, diese exotischen Pflanzen sein Eigen zu nennen. Das konnten sich nur die Kaiser, Könige und Adeligen leisten.

Im Zuge von Renovierungsarbeiten und Neubauten der Schlösser und Villen entstanden die schönen „englischen Gärten“, in denen man heute diese Bäume bestaunen kann.

Viele der hohen Herren waren auch selbst eifrige Züchter und Gärtner.


Der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) ist bei uns selten zu finden, der Grund liegt in seiner geringen Frostbeständigkeit.

Stephan Ladislaus Endlicher war ein österreichischer Botaniker, ihm wird die Bestimmung der Gattung „Sequoia sempervirens“ zugeschrieben.


Der Urweltmammutbaum (chinesisches Rotholz), lat. Metasequoia glyptostroboides, war bis zum Jahr 1942 nur mehr als versteinerter Fund bekannt. Einer Sensation gleich, wurde die Auffindung lebender Bäume durch den chinesischen Botaniker T. Kan in Zentralchina gefeiert. Bereits 1948 wurden Samen im Botanischen Garten Wiens gepflanzt.

Heute kann man in Gärtnereien Spezialitäten aus aller Welt beziehen und so finden auch die Mammutbäume in unseren Gärten wieder eine Heimat, die sie schon vor Millionen Jahren einmal hatten.


 
Urweltmammutbaum in Wimpassing, Neubaugasse

Bergmammutbaum in Pitten
Bergmammutbaum in Pitten, Kindergarten

Kustenmammutbaum Payerbach
Küstenmammutbaum Payerbach (diese haben meist einen sehr unregelmäßigen Wuchs)